Meissnitzer: "Ich hab' diese letzte Saison gebraucht"
Alexandra Meissnitzer erklärt, warum ihre letzte Saison so wichtig war - und sie in Zukunft immer ein Überraschungsei bleiben will.

Foto © GEPAAlexandra Meissnitzer
Die wichtigste Frage: Wie leicht fällt Ihnen der Abschied nach 15 Jahren im Weltcup-Zirkus?
ALEXANDRA MEISSNITZER: Ich würde so sagen: Dinge wie das Schicksal von Matthias Lanzinger machen es nicht schwerer, aufzuhören. Solche Dinge holen dich immer auf den Boden der Realität. In manchen Momenten überrascht es mich aber sogar, wie leicht es fällt. Aber ich habe durchaus auch meine Phasen, in denen ich ein bisschen hänge.
Wie würden Sie erklären, warum es solche Phasen gibt?
MEISSNITZER: Man darf nicht vergessen: Seitdem ich 15 Jahre alt bin, ist der Sport die Nummer eins. Alles war darauf ausgerichtet, ein Privatleben gab's nicht. Aber: Ich bin 20 Jahre bei der gleichen Firma - und jeder, der 20 Jahre bei einer Firma und erfolgreich war, würde sich schwer tun, Abschied zu nehmen.
Bereuen Sie Ihren Entschluss, weiter gemacht und in Aspen einen schweren Sturz und noch eine Verletzung gehabt zu haben?
MEISSNITZER: Ich wollte es noch einmal probieren. Auch wenn viele sagen: Das hat's nicht gebracht, auch wegen dem Sturz. Ich habe das Jahr aber für mich gebraucht, um mit dem Ganzen abzuschließen. Das hat im Sommer begonnen, mit Träumen, die ich hatte, rund um den Abschied. Ich habe die Zeit noch gebraucht. Wenn ich nach dem letzten Winter aufgehört hätte, wäre ich mit diesem Kapitel noch nicht fertig gewesen.
Biografie
Alexandra Meissnitzer wurde am 18. Juni 1973 in Abtenau geboren.
Größte Erfolge: Gesamtweltcupsiegerin 1999, 14 Siege, 42 Podestplätze, Doppel-Weltmeisterin 1999, WM-Silber 2003, 3 Olympia-Medaillen (1 x Silber, 2 x Bronze).


















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