"Querschläger": Spaß mit den glorreichen Seven
Die "Querschläger" brachten die "Murszene" in Schwung.
GRAZ. Normalerweise muss man sich vor Querschlägern ja fürchten, aber jene aus dem Lungau kann man getrost direkt in Hirn, Herz und Bauch gehen lassen. Davon konnte man sich am Freitagabend in Graz überzeugen: Das Lungauer Septett war jedenfalls ein Volltreffer zum Auftakt der "Murszene", die nun bereits im fünften Sommer den Mariahilferplatz zum musikalischen Vergnügungsort macht.
Fritz Messner, Mastermind und Songwriter der "Querschläger", wird ja gern "der Bob Dylan der Zentralalpen" genannt, wobei sein Bart des Propheten doch etwas zu lang ist. Aber der Dorfschullehrer ist ein feinsinniger Grobian, der schon einmal "Superstar" auf "Birn so laa" reimt, die Wildschützen aufs Korn nimmt oder mit seinen glorreichen Seven von der Liebe zum "broatåschatn Diandl" schwärmt.
Impresario Gerhard Kosel macht die Bühne für "Weltmusik" auch jenseits von Tamsweg frei: In den weiteren acht Konzerten wird etwa nächsten Donnerstag Stewart Sukuma, Superstar in seiner Heimat Mosambik, feinen Afro-Pop und -Jazz servieren. Rebecca Anouches Trio spürt dem Charme französischer Chansons nach. Und Sigi Finkel (sax) & Mamadou Diabate (balafon) üben das musikalische Globetrotting.
"Murszene 2011" bis 18. August bei freiem Eintritt auf dem Mariahilferplatz in Graz. http://murszene.kvmk.at
















